Witterung
Witterung - wenn Geruch "wandert"
Eine Person bewegt sich am Morgen in einer geraden Linie von Punkt A nach Punkt B. |
Die Lösung liegt darin, dass die Sonne im Laufe des Vormittags zuerst begann den Boden und die Luft rechts von der Strecke aufzuheizen. Die warme Luft steigt an dieser Stelle nach oben und kalte Luft, also jene welche sich an der Strecke des Opfers befindet, wird durch den entstehenden Unterdruck in die wärmeren Bereiche gesogen. Dabei nimmt sie die Partikel, welche das Opfer verloren hat mit. Zugleich sind die schattigen Bedingungen auf der eigentlichen Strecke nicht optimal für die Mikroorganismen, während die sonnigen warmen Bereiche in welche sie nun gesogen werden optimale Bedingungen darstellen und bewirken, dass die Kulturen wesentlich schneller wachsen als im Schatten. Die extreme Mittagshitze dann bewirkt wiederum ein Absterben der Organismen und damit ein Nachlassen des Geruchs, am Nachmittag kommt der Bereich der eigentlichen Wegstrecke in die Sonne, währen der vormals sonnige Bereich schattiger wird und damit abkühlt. Die schwindende Hitze bewirkt zum einen einen Anstieg der Population während die Erwärmung an der eigentlichen Spur des Opfers die Sogwirkung vom Vormittag wiederholt, nur diesmal in die umgekehrte Richtung. |
Diese Prozesse sind auf den ersten Blick unsichtbar, können jedoch entscheidend dafür sein, ob ein Trail erfolgreich gearbeitet wird oder nicht.
Wird ein Hund in einer solchen Situation abgebrochen, weil der Hundeführer glaubt, der Hund habe sich „verrannt“ – insbesondere dann, wenn man im Training weiß, welchen Weg die Person tatsächlich gegangen ist – schadet dies der Ausbildung. Der Hund arbeitet korrekt nach Geruch, nicht nach menschlicher Logik oder Kartenwissen.
Mantrailing bedeutet, dem Geruch zu vertrauen – auch dann, wenn er nicht dort liegt, wo wir ihn erwarten.


