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Trainingsphilosophie

Unsere Trainingsphilosophie

Strafe am Trail? Danke, nein.

Mantrailing basiert auf Vertrauen, Motivation und der einzigartigen Fähigkeit des Hundes, selbstständig komplexe Geruchsprobleme zu lösen. Genau deshalb vertreten wir eine klare und unmissverständliche Haltung:
Strafbasiertes Training hat am Trail nichts verloren.

Seit einiger Zeit beobachten wir einen besorgniserregenden Trend – nicht nur in der allgemeinen Hundeausbildung, sondern leider auch im Mantrailing: den Einsatz von Druck, Einschüchterung und Strafe. Dinge, die mit moderner Hundeausbildung und verantwortungsvoller Nasenarbeit unvereinbar sind.

Vor über 20 Jahren sagte ein alter Förster, mit dem ich arbeiten durfte – keiner, der für besondere Sanftheit bekannt war – einen Satz, der bis heute trägt:
„Bei der Nasenarbeit gibt es keinen Zwang.“
Und er hatte recht.

Trotzdem sehen wir heute Hunde, die am Trail bestraft werden, weil sie kurz mit ihrer Umwelt beschäftigt sind. Schlüsselbunde werden vor oder auf die Nase geworfen, Hunde mit Wasser angespritzt oder absichtlich erschreckt, bis sie gehemmt und eingeschüchtert reagieren.

Was lernt ein Hund dabei?
Ganz einfach: Trailen ist unangenehm. Trailen macht keinen Spaß. Trailen ist unsicher.

Damit werden genau jene Eigenschaften zerstört, die ein guter Mantrailer braucht: Motivation, Vertrauen, Arbeitsfreude und Selbstständigkeit. Im schlimmsten Fall wird nicht nur der Trail ruiniert, sondern das gesamte Training – und oft auch das Vertrauen des Hundes in seinen Menschen.

Die Folgen beschränken sich nicht auf die Nasenarbeit. Hunde, die durch aversive Reize massiv unter Druck gesetzt werden, tragen diese Erfahrungen häufig in ihren Alltag: Unsicherheit, Stress, Meideverhalten oder ein dauerhaft erhöhtes Erregungsniveau können die Folge sein.

Wer so arbeitet, ignoriert grundlegende Erkenntnisse der Lerntheorie und der modernen Verhaltensforschung.

Ein Hund ist nicht „unkonzentriert“, weil er Strafe braucht.
Wenn ein Hund am Trail Schwierigkeiten zeigt, gibt es immer Ursachen:
• der Trail war zu lang oder zu schwer
• die Motivation passt nicht
• der Hund ist müde, gestresst oder gesundheitlich beeinträchtigt
• das Trainingsdesign war unsauber aufgebaut

Die Lösung liegt immer in Motivation, klarer Struktur, fairen Rahmenbedingungen und sauberem Trainingsaufbau – nie in Strafreizen.

Unser Ziel sind Hunde, die mit Freude arbeiten. Hunde, die selbstbewusst, motiviert und sicher suchen. Hunde, die sich auf ihren Menschen verlassen können – und umgekehrt. Genau das erreicht man nicht mit Druck oder Einschüchterung. Schon gar nicht am Trail.

Darum sagen wir ganz klar – und ohne Kompromisse:
Aversives Training im Mantrailing? Nein, danke.

Diese Haltung ist fester Bestandteil der Trainingsphilosophie der Mantrail Academy Austria.
Ehrlich. Fair. Wissenschaftlich fundiert. Und immer im Sinne des Hundes.